Geboren 1956 in Glasgow, Schottland.
Studierte an der Glasgow School of Art von 1973-77. Lebte und malte in Glasgow bis 1981. Anschließend zog er an die Westküste Schottlands, wo er sich auf Landschaftsmalerei konzentrierte.
In 1985 lebte und malte er in Frankreich.
Seit 1986 lebt er in seiner Wahlheimat Hamburg. Er malt Landschaften, Portraits und Figuren.
Kontakt:   Denis John Healy
Tarpenbekstr. 93a
20251 Hamburg

(040)270 30 74

denishealy@web.de

Gruppen-Ausstellungen: (Auswahl)
1981 The Royal Scottish Academy, Edinburgh
1984 The Royal Glasgow Institute
1984 The Fine Art Society, Glasgow
1985 Galerie Tuffier, Les Andely, Frankreich
1990 Galerie Berendson, Hamburg
1998 Kulturhaus Eppendorf, Hamburg
Einzel-Ausstellungen: (Auswahl)
1982 Henderson Gallery, Edinburgh
1983 John D. Kelly Gallery, Glasgow
1986 Deutsche Genossenschafts-Hypobank, Hamburg
1987 Galerie Leopold, Hamburg
1988 Galerie Spalt, Hamburg
1989 The Kelly Gallery, Glasgow
1990 Galerie Girschner, Worpswede
1992 Stadtgalerie Sylt
1992 The Lillie Gallery, Glasgow
1993 Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg
1993 Stadtgalerie Sylt
1996 Kulturhaus Eppendorf, Hamburg
2000 Galerie Magnus P. Gerdsen, Hamburg
2003 Actart Gallery, Hamburg
2004 Actart Gallery, Hamburg
2005 Galerie Elbchausee 8, Hamburg
2006 Sigma Art, Hamburg
2010 Kunstverein Preetz
 
Die Badende
Schon immer habe ich mich für das Darstellen von nackten Figuren Interessiert, sei es als Zeichnungen oder als Aktmalerei. Es gibt nichts faszinierenderes als den menschlichen Körper und nichts schöneres als die weibliche Form. Sie ist eine Kombination von Kurven und Rundungen, von Licht und Farbe die eine überwältigende Schönheit ausstrahlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Figuren dick oder dünn sind – jede Form beinhaltet seinen ganz eigenen Reiz.

Der Ursprung der Strandfiguren liegt in einem Strandbesuch im Jahr 1988. Fasziniert von der Vielzahl der unterschiedlichsten Figuren und Charaktere, die an mir vorbeigingen, vor mir standen oder um mich herumlagen, füllte ich einen Skizzenblock mit Zeichnungen. Diese dienten mir später im Atelier als Vorlage für eine Reihe von Einzelfiguren und verschiedenen Personenkompositionen. Die dargestellten Personen spiegeln in Körperhaltung und Gesichtsausdruck ihre Wünsche, Ängste und Träume wieder – zum Teil auch in Karikaturartiger Form.

Eine besondere Spannung entsteht durch die Kombination verschiedener Personen, die Darstellung ihrer Beziehung oder Nicht-Beziehung, ihres Selbst-Bewußtseins oder ihres Verschüchtert-Seins. Dabei macht es mir besondere Freude, durch die Neukombination von Figuren neue Beziehungen und Verflechtungen entstehen zu lassen - und damit einen Ausschnitt des Lebens zu präsentieren. Die Variation des klassischen Themas "Aktmalerei" an einem unbeschwerten Ort - dem Strand - gab mir die Möglichkeit, gleichzeitig den menschlichen Körper und Freude und Leichtigkeit darzustellen. Somit konnte der sonst eher "statische" Akt in Bewegung gebracht werden. Trotz der genauen anatomischen Studie von Formen und Umrissen wurde es möglich, mit Humor und einem Augenzwinkern die Figuren zum Leben zu erwecken.
Portrait
"...Portraits stellen verschiedene Anförderungen: Zum einen fordert der Auftraggeber eine eigene Handschrift des Malers, weshalb er ihn schließlich ausgewählt hat. Außerdem soll der Künstler, bei aller Konzentration auf den Kopf oder die Halbfigur, möglichst viel von der Persönlichkeit des zu Malenden im Bild auszudrücken. Zum anderen fordert er selbstverständlich die Wiedererkennbarkeit seines Konterfeis… Dabei versteht Denis das Portrait gerade durch die relativ eng gesteckten gestalterischen Möglichkeiten als eine besondere Herausforderung." (Dirk Dobke, Kunstkritiker zur Ausstellung "Painted in Germany" 1996).

Portraitmalerei hat immer einen hohen Stellenwert in meiner Arbeit eingenommen. Dabei sehe ich das Portrait in erster Linie nicht als Auftragswerk, sondern als eine anspruchsvolle Disziplin, bei der die Notwendigkeit einer genauen Abbildung persönlicher Gesichtszüge in Einklang mit meinem eigenen Anspruch an die Arbeit gebracht werden muss.

Die Handhabung des Materials und die künstlerische Farbgestaltung ergänzen sich auf eine Weise, die nicht lediglich ein Portrait, sondern ein lebendiges und stimmiges Bild entstehen lässt. Aus diesem Grund sind meine Portraits ganz bewusst nicht reine Abbildungen des Subjekts.

Sie werden fast ausschließlich vom Leben gemalt und entstehen aus dem Moment des Malens. Das Bild selbst entwickelt sich aus den einzelnen Pinselstrichen, die im farblichen Zusammenspiel die Person und Aspekte seiner Persönlichkeit wieder spiegeln.

Portraits können im Auftrag angefertigt werden und kosten je nach Größe (von 40 x 30 cm bis Lebensgroß) ab €500 bis circa €5.000,-.
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Vor vielen Jahren, als ich 1973/74 immer noch in Glasgow zu Hause wohnte, suchte ich einmal nach einem Zeitungsartikel über Celtic, meine Lieblingsfußballmannschaft, aber ich stellte fest, dass er aus der Zeitung entfernt wurde. Ich ahnte warum. Meine Mutter hat ihn entfernt, weil die hübschen (halbnackten) Damen auf Seite drei (die berühmten "Page-3 Girls") auf der entsprechenden anderen Hälfte sich befanden. Nichts wurde gesagt. Da ich aus einer streng katholischen Familie stammte, war es offensichtlich, dass meine Mutter mir den Anblick einer halbnackten Frau (oben ohne, versteht sich) nicht erlauben wollte. Und das, obwohl ich schon Student an der Glasgow School of Art war und am Aktzeichenunterricht teilnahm! Auf jeden Fall, was ich gemacht habe, um über den Fußball lesen zu können, war das Haus nach den verschwundenen Seiten zu durchsuchen, in dem Wissen, dass sie sie für meinen Vater hatte wahrscheinlich beiseite legen lassen. Bald entdeckte ich die anstößigen Seiten versteckt auf dem Kleiderschrank, aber ich hatte nicht die Gelegenheit, die Fußballberichte durchzulesen - es war zu riskant! Aber ich wusste, dass sie irgendwann im Mülleimer landen würden, und dann würde ich die Möglichkeit haben, die "sündigen" Teile herauszufischen und die Artikel in aller Seelenruhe durchzulesen. Ganz nebenbei habe ich meine Rache genommen und habe die fraglichen Bilder herausgeschnitten und gut versteckt aufbewahrt - auf diese Weise habe ich eine kleine Sammlung der Oben-Ohne-Damen gesammelt. Das war ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem meine Mutter nicht wusste, dass sie daran teilnahm – oder doch? Seitdem habe ich die Damen überallhin von einer Wohnung zur anderen mitgenommen – nach London, wieder nach Hause (und sie auf dem Dachboden versteckt) und schließlich mit nach Hamburg.

Vor kurzem habe ich sie wieder entdeckt, diese alten ausgeblichenen Fotos, und sie haben mich in zweierlei Hinsicht zu etwas Neuem bewegt. Das ist das erste Mal, dass ich Fotos als Vorlage verwende, um Inspiration für meine Figuren zu bekommen. Normalerweise benutze ich Strand- und Aktzeichnungen, mein Gedächtnis oder ein Modell. Und zweitens, benutze ich meine Kunst zum ersten Mal um meine Vergangenheit zu verarbeiten. Diese Frauen habe ich jetzt in ein Projekt integriert, das mich länger beschäftigt – meine Badenden. Es scheint mir, dass der Kreis sich schließt. Das, was ich von damals, als ich Kunststudent war, aufbewahrt habe, verwende ich nun heute in meiner Malerei.

Ich muss zugeben, ich werde immernoch nervös, falls meine Mutter mein Geheimnis herausbekommt, und entdeckt, dass ich die Frauen doch noch irgendwie zu Gesicht bekommen habe. Dank der Tatsache, dass Sie um mein Seelenheil bemüht war und unwissentlich in meine Fußball-Leidenschaft eingegriffen hat, bin ich jetzt in der Lage, diese Bilder meiner Mutter zu widmen.
Landschaften
Meine Watten- und Landschaftsbilder zeigen meine langjährige Beschäftigung mit dem Thema Norddeutschland und dem Wattenmeer. Im Jahre 1986 zog ich nach Deutschland und entdeckte eine für mich neue Landschaft, die von Flachheit geprägt ist.

Die plein air Bilder, die in dieser Zeit entstanden, haben sich über die Jahre als Quelle für die Weiterentwicklung von großformartigen Bildern gedient. Die Bilder haben sich mit der Zeit zu nahezu abstrakten Werken umgewandelt, zu einer Art Realismus in abstrakter Form. Die Abstraktion des Bildes entsteht durch die Reduzierung der Landschaftlichen Merkmale.

In diesen Bildern spielen die Gegenstände in der Landschaft keine eigentliche Rolle mehr, es geht vielmehr um ihre Interpretation. Was ich male, sind im Prinzip die Elemente, eine Landschaft entleert von irgendwelchen erkennbaren Objekten. Die Flachheit der Küste kann man durch die Verwendung der horizontalen Streifen, welche Strand, Wellen oder Gezeiten andeuten, erkennen. Das Wattenmeer reduziert sich auf Linien, die die Oberfläche durchqueren. Streifen und Linien drücken die Landschaft aus. Der Gischt und der Vorstrand werden zugleich zu Farbfeldern. Das zeigt das Wesen des Wattenmeers.

Die Anwendung von horizontalen Streifen zur Darstellung der Landschaft setze ich fort in den reinen Landschaftsbildern als Trennung der Elemente, wobei jetzt die Linie des Horizontes oft ganz hoch im Bild, dicht an der Oberkante gesetzt wird. Somit bleibt die darunter liegende Fläche frei gestaltbar. Die Farben der Felder werden hervorgehoben. Ein Rapsfeld drückt sich in einem strahlenden Gelb aus, Felder verwandeln sich in intensiv grünen Farbflächen.

In den späteren Landschaftsbildern wird die Flachheit der Landschaft immer noch thematisiert, nur ist die Perspektive jetzt verzerrt und der Beobachter blickt herunter auf die Landschaft. Farbgestalt und Balance haben Vorrang vor Wirklichkeitsnähe und bestimmen die endgültige Form des Bildes.

Herangehensweise:
Farbe wird sowohl dick als dünn aufgetragen. Manchmal mische ich auch Pigmentpulver direkt mit der Ölfarbe auf dem Bild und arbeite es ein. Die Farbe hat eine eigene Beschaffenheit. Die Farbfelder werden sukzessiv aufgebaut bis ein Gleichgewicht entsteht und die Oberfläche seine Form gefunden hat.

Die Erkennbarkeit des Arbeitsprozesses ist für mich ein Bestandteil des Bildes. Die Kratzer und Markierungen erzählen die Geschichte des Bildes. Frühere Gesichter des Bildes scheinen immer noch durch und beeinflussen die neue Gestaltung. Manchmal entwickelt sich ein einziges Bild über Jahre hinweg. Schichten des ersten Entwurfs werden vielleicht zum Teil abgeschabt, evtl. sogar mit Abbeize, sodass die darunter liegenden Farben teilweise zum Vorschein kommen, dann bearbeitete ich die Oberfläche von neuem. Ein solches Bild ist Zeugnis von seinem eigenen Entstehungsprozess. Aus diesem Grund wird oft Holz statt Leinwand als Material verwendet.

Eine bestimmte Farbe kann benutzt werden, um einen Gegenstand realistisch darzustellen, aber es ist die Farbe an sich und wie sie angewandt wird, die das Wesentliche ausmachen. Wie eine Farbe neben einer anderen angebracht wird, macht das Bild lebendig. Es ist die Kombination, die Variation der Farben, ihre Kraft, und der Pinselstrich, die die Aufmerksamkeit fesseln.
Alsterlandschaften
Immer wieder hat es mich an die Alster gezogen, um zu malen, und dies führte zu dem Entschluss, eine Serie von Bildern zu malen, deren Schwerpunkt Himmel und Wasser sind. Bei diesen Arbeiten handelt es sich um Pleinair-Bilder, die an frühere Arbeiten anknüpfen. Das Thema des Streifens als Ausdruck der Landschaft findet sich in diesen Bildern wieder. Die Linie, die Himmel und Wasser durchtrennt, suggeriert die Silhouette Hamburgs. Wind, Kälte, Sonne, Regen, Hagel, Donner sind die charakteristischen Elemente, die man sieht und spürt. Als fester Punkt befindet sich am rechten Rand eine Baumgruppe, um die sich alles dreht. Mein Ziel ist es, Farbe in Bewegung festzuhalten. Das gewählte Kleinformat ermöglicht eine schnelle Reaktion auf die wechselnden Witterungen. Ein einzelner Pinselstrich hat viel Wirkung.









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©2007 Denis John Healy

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